
Regulationstherapien
Man sollte Therapien nicht nur hinsichtlich ihrer kurzfristigen Wirkung beurteilen. Es ist zwar sehr angenehm, wenn störende Symptome und Schmerzen schnell verschwinden; doch die Frage ist immer, um welchen Preis wird dieser Effekt erkauft. Arzneimittelnebenwirkungen sollten nicht unterschätzt werden. Der Eingriff in die körperlichen Regulationssysteme ohne vollständige Kenntnis der Zusammenhänge birgt immer Risiken in sich.
Therapieformen, die die Selbstheilungskräfte positiv unterstützen, die dem Körper helfen, aus der Erstarrung herauszukommen, fördern langfristig das Gleichgewicht und die Stabilität. Chronische Krankheiten können ausgeheilt werden. Verdrängte Erkrankungen zeigen sich nicht in noch schlimmeren Folgekrankheiten. Die Gesundheit bleibt länger erhalten, die Lebenserwartung wächst.
Wichtig ist auch bei naturheilkundlichen Therapien die Qualifikation des Therapeuten, der nicht nur über viel Wissen, sondern auch über praktische Erfahrungen verfügen sollte. Seien Sie diesbezüglich ruhig etwas kritisch im Sinne eines mündigen Patienten und Partners des Arztes. Ganzheitliche Therapien berücksichtigen den ganzen Menschen und nicht nur das aktuelle lokale Problem. Sie werden in der Regel individuell angepasst und eingesetzt. Dazu gehört viel Einfühlungsvermögen.
Durch einen an die Situation angepassten Reiz (weder zu stark noch zu schwach) wird der Körper angeregt, seine Regelkreise wieder in die normale Funktion zu bringen. Dabei nutzen wir wie bei der gesunden Lebensführung auch die Kräfte der Natur:
Dabei wirken viele dieser Therapien gleichzeitig in mehreren Bereichen, z.B. Kneipp- Anwendungen durch das Wasser und durch Wärme/Kälte-Reize, Infrarot-A-Tiefenwärme durch Licht und durch Wärme, Kurmaßnahmen wie z.B. Ayurveda durch Wärme, Massage, Entgiftung, Ernährung, usw..
Eine besondere Erwähnung verdient die Homöopathie, bei der über unterschiedlichste Substanzen (pflanzliche, mineralische u.a.) ein Informationsimpuls gesetzt wird, der die Selbstheilungskräfte aktiviert. Dabei sind die Heilinformationen häufig chemisch nicht mehr vorhanden, wohl aber als physikalische Schwingungsmuster, wie u. a. der Physiker Prof. C. Smith nachgewiesen hat. Die Praxis seit über 200 Jahren zeigt, dass die Homöopathie äußerst effektiv ihre Wirkung entfalten kann, wenn das richtige Medikament gewählt wird. Wenig bekannt ist der wachsende Einsatz der Homöopathie in der Tierheilkunde, wo der Placebo-Effekt ausgeschlossen werden kann. Die Feststellung vieler Homöopathen, dass die Mittel heute nicht mehr so gut wirken wie früher, ist nachvollziehbar. Je mehr ein Organismus erstarrt, verschlackt und aus dem Gleichgewicht geworfen ist, desto weniger wirksam ist eine Informationstherapie. Daher kann die Wirkung einer homöopathischen Behandlung deutlich verbessert wer-den, wenn zuvor der Organismus durch Entgiftungs und Regulationstherapien aus seiner Starre befreit wird.
Auch traditionelle Medizinsysteme wie die chinesische Medizin (TCM), die indische (Ayurveda) oder die überlieferte mittelalterliche Medizin eines Paracelsus oder einer Hildegard von Bingen bieten wertvolle Therapien, die den Körper wieder aktivieren.
Bedenken Sie im Krankheitsfall, dass die Heilung letztendlich nicht von außen kommt. Die Erkrankung ist ein Signal, dass im körperlichen und/oder seelischen Gleichgewicht etwas nicht mehr stimmt. Die Suche nach jemandem, der Sie heilt, ohne dass Sie selbst etwas tun, ist Ausdruck einer kindlich-passiven Erwartungshaltung. Wenn Sie bereit sind, selbst aktiv mitzuwirken, ist das der erste wesentliche Schritt zur Heilung.