Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V.



Hyperthermie und Krebs

Krebsvorsorge und Krebsbehandlung
Studien haben gezeigt, dass ein Großteil der Krebskranken vor ihrer Erkrankung seit vielen Jahren keinen hochfieberhaften Infekt mehr hatte. Insgesamt haben sie meist eine erniedrigte Körpertemperatur, Ihre Wärmeregulationsfähigkeit ist auf einem niedrigem Niveau erstarrt. Fieber stimuliert das Immunsystem und unterstützt so die Vernichtung von Krebszellen, während eine erniedrigte Körpertemperatur Tumore begünstigt Bei vielen unerwarteten Spontanheilungen von Krebs wird ein Zusammenhang mit einer hochfieberhaften Infektion vermutet.

Aus Gesprächen mit Therapeuten und bei ersten eigenen Untersuchungen ergeben sich vielversprechende Hinweise darauf, dass es durch regelmäßige Tiefenwärme-Anwendungen möglich ist, die gestörte Wärmeregulation des Organismus zu reaktivieren. Der Körper lernt auf diese Weise wieder zu schwitzen und bei einer Infektion zu fiebern. Eine Studie in diesem Zusammenhang wird gerade begonnen. Da toxische Stoffe häufig krebserregend wirken, beugt regelmäßiges Schwitzen auch wegen seiner entgiftenden Wirkung Krebs vor. In der Krebsbehandlung werden hyperthermische Ganzkörpertherapien bei verschiedenen Krebsarten inzwischen als wirksame Behandlungsmethoden angesehen. Je nach Anwendungsdauer hat die Tiefenwärme unterschiedliche Wirkungen:

Milde Hyperthermie: Kerntemperaturerhöhung bis ca. 38,5°C.
Wirkungsvoll zur Behebung oder Linderung von: Wärmeregulations-Starre, Arthrose, Weichteilrheumatismus, chronischen Verspannungen, Hypertonie, chronischen Schmerzen, Schönheitspflege, Cellulite, Gesundheitsvorsorge, Durchblutungsstörungen, Entgiftung- und Entschlackung. Anwendung bis zu 30 Minuten.

Folgende Formen der Hyperthermie sollten nur unter ständiger EKG-Kontrolle, Flüssigkeitszufuhr und Aufsicht eines erfahrenen Therapeuten erfolgen. Die Flüssigkeitszufuhr erfolgt vorzugsweise intravasal, ist aber auch oral durch regelmäßiges Trinken möglich.
Moderate Hyperthermie: Kerntemperaturerhöhung auf 38,5 - 40,5°C.
Wirkungsvoll bei: chronischen Entzündungen, insbesondere der Atemwege und des Darms, Asthma bronchiale, rheumatische Erkrankungen und Polyarthritis (auf keinen Fall während eines akuten entzündlichen Schubs!!) Chronische Entzündungen sind auf eine Fehlregulation des Abwehrsystems zurückzuführen. Die Hyperthermie hilft, diese Fehlregulation wieder zu korrigieren. Anwendung 30 - 60 Minuten mit anschließender einstündiger Aufrechterhaltung der erhöhten Körpertemperatur durch Einwickeln in Rettungsfolie.

Moderate Hyperthermie bei Krebserkrankungen
Fiebertemperaturen bis 40,5°C führen zu keiner direkten thermischen Schädigung von Krebszellen. Daher ersetzt die moderate Ganzkörper-Hyperthermie auch nicht die tumorzerstörenden Standardtherapien. Aber sie kann deren Wirkung verstärken und die Abwehrlage des Organismus verbessern, indem die Aktivität der natürlichen Killerzellen und die zelluläre Immunität gesteigert wird. Das kann entscheidend sein, damit die verbliebenen Krebszellen nicht erneut Tumore (Rezidive) entwickeln. Die Ganzkörper-Hyperthermie kann insbesondere auch bei metastasierten Krebserkrankungen eingesetzt werden, bei denen die Standardtherapien nicht mehr oder nur ungenügend ansprechen.
Zudem deuten neueste Ergebnisse amerikanischer Grundlagenforschung darauf hin, dass die Ganzkörper-Hyperthermie mit Fiebereffekt dem Immunsystem entscheidend helfen kann, die Krebszellen zu demaskieren und so besser zu erkennen. Die hyperthermische Behandlung von Tumoren sollte immer unter der Aufsicht und Anleitung eines erfahrenen Arztes erfolgen.

Was ist bei der Wärmeanwendung zu beachten?
Im Vergleich zu einer finnischen Sauna oder einer Infrarotwärmekabine beginnen Sie mit einem Tiefenwärme-Licht-System in der Hälfte der Zeit, intensiv zu schwitzen. Gleichzeitig wird Haut und Organismus geschont, weil die Wirkung vor allem das Unterhautfettwebe erreicht. Sie fühlen sich nach der entspannenden Anwendung für gewöhnlich energiegeladen und fit, nicht müde und bettreif.
Dennoch sollten Sie für die Nutzung der Tiefenwärme die gleichen Regeln beachten, die auch bei Saunabenutzung beachtet werden sollten. Im Krankheitsfall sollte vor der Benutzung der behandelnde Arzt konsultiert werden. Menschen, die an Thrombose leiden, sollten eine Erwärmung der Beine vermeiden und Systeme verwenden, bei denen die Unterschenkel von der Erwärmung ausgeschlossen sind. Die Anwendung erfolgt dabei am besten im Liegen.
Um richtig ins Schwitzen zu kommen, ist es wichtig, dass der Körper die aufgenommene Wärme nicht wieder abstrahlen kann. Ein Infrarot-Strahler ohne entsprechende Wärmedämmung erwärmt lokal das Gewebe und verbessert die Durchblutung, führt aber nicht zur erwünschten Erhöhung der Körperkerntemperatur und zum Schwitzen.
Die Erwärmung des Kopfes wird nicht zu Unrecht häufig als unangenehm empfunden. Für den Schwitzeffekt ist sie sicher nicht notwendig. Wer lieber einen kühlen Kopf bewahren will, sollte ein System wählen, das es ermöglicht, den Kopf von der Infrarot-Erwärmung völlig auszuschließen. Dies ist bei Menschen, die schon einmal einen Schlaganfall erlitten haben, unbedingt notwendig.
Auch während einer Sitzung von 30 bis max. 45 Minuten können mindestens 0,5 - 1 Liter Flüssigkeit getrunken werden, um ausgeschwitzte Flüssigkeit zu ersetzen und das Schwitzen zu fördern. Da ein durch Wärme aktivierter Stoffwechsel verstärkt Säuren und freie Radikale frei setzt, ist es sehr empfehlenswert, vor und nach der Anwendung reichlich reines Wasser mit bioaktivem Vitamin C sowie basischen Citraten und Mineralien (vor allem Kalium, Magnesium) zu trinken. Falls in seltenen Fällen kein Schweiß austritt oder leichte Beschwerden auftreten, sollte die Hyperthermiezeit verkürzt werden, da sich ein Organismus, der nicht schwitzen kann, ansonsten überhitzt.

Ein durchdachtes Tiefenwärme-Licht-System erhöht die Gewebetemperatur und damit den Zellstoffwechsel, die Fettverbrennung und den Sauerstoffbedarf der Zelle. Daher ist die Kombination mit einer Sauerstofftherapie und einem Chi-Gerät sehr empfehlenswert. Das Chi-Gerät aktiviert nämlich die Mikrozirkulation des Blutes und der Lymphe und verbessert damit die Sauerstoffversorgung. Nur wenn ausreichend Sauerstoff über den Kreislauf in die Zelle transportiert worden ist, kann Fett in richtiger Weise verbrannt werden. Dagegen kommt es unter sauerstoffarmen Bedingungen zu einer Gewebeübersäuerung.