Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V.



Genussgifte

Warum schädigen wir uns selbst?
Diese Frage führt in seelische Tiefen hinein, die nicht ganz leicht zu ergründen sind. Wenn ein Verhalten, das uns selbst schadet, trotz besseren Wissens fortgesetzt wird, zeigt das, das wir in uns selbst nicht richtig zu Hause sind. Oft werden die Süchte als eine Flucht bezeichnet, und das sind sie in einem gewissen Sinne auch.
Man kann das Problem jedoch von einer anderen Seite aus betrachten: „Wer eine Sucht hat – und das haben wir fast alle, der sucht!“ Diese Suche wendet sich nach außen, um dort eine Erleichterung zu finden. Sie zeigt, dass wir uns selbst noch nicht ausreichend kennen, dass wir unseren eigenen Weg noch nicht gefunden haben. Suche können wir in diesem Sinne als einen Ausdruck des Lebens-
prozesses begreifen. Wir suchen eigentlich nach dem authentischen Selbstausdruck und finden uns in einer Situation wieder, in der wir das Selbstwertgefühl aus der coolen Zigarettenmarke, die wir rauchen, beziehen. Das Leben in Fluss zu bringen, heißt, diese Kraft der Suche in uns zu nutzen, die Quellen unserer Kreativität wieder zu entdecken und zum Ausdruck zu bringen.

Selbstschädigung kann auch der Ausdruck von negativen, traumatischen Erfahrungen sein. Der Schmerz, der im Inneren gelöst und erlöst werden will, ist so stark, dass wir ihn nicht anschauen wollen und können und deshalb betäuben müssen.

Einige wichtige Fakten zu den gebräuchlichsten Suchtstoffen:
Bei der Verbrennung von Tabak entstehen über 3.000 toxische Verbindungen. Jeder weiß, dass aktives und passives Rauchen das Leben enorm verkürzt, sei es durch Herzinfarkt oder durch Lungenkrebs, der sich nach einer Inkubationszeit von ca. 30 Jahren entwickelt. Eine neue Studie an 12.000 Männern und Frauen zeigt: Schon fünf Zigaretten täglich verdoppeln das Herzinfarktrisiko. Die stärksten Gefäßkrämpfe (Durchblutungsstörungen) werden durch Nikotin verursacht. Bereits drei Züge einer Zigarette verengen die Blutgefäße um 40% Prozent. Die Haut von Rauchern und Raucherinnen altert 20 Jahre vor, die Wundheilung verschlechtert sich. Nach jeder Zigarette muss die Haut eine Stunde nach Luft schnappen, da sich die Hautdurchblutung verschlechtert. Die Hälfte der regelmäßigen Raucher stirbt an ihrer Sucht.
Wer sich vom Rauchen befreien kann, hat einen ganz wesentlichen Schritt zu einem gesunden Leben geschafft. Es ist sinnvoll, dafür qualifizierte Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nikotin-Pflaster oder auch die Noni-Frucht können beim Entzug helfen und die Symptomatik lindern, doch der eigene Wille zur Veränderung zählt am meisten. Wer dennoch weiterraucht, der sollte zumindest durch Antioxidantien (OPC, Vitamin C und E) der schädlichen Bildung von freien Radikalen entgegenwirken. Da Zigarettenrauch eine Unmenge an zellschädigenden freien Radikalen erzeugt, werden diese Antioxidantien bei Rauchern in viel größerer Menge zum Schutz der Zellen und Gefäße gebraucht.
Alkohol ist ein starkes Gift, es sei denn, er wird sehr mäßig genossen. Die Deutschen stehen mit dem jährlichen Verbrauch von 11,2 Litern reinem Alkohol mit an der Weltspitze. Man schätzt, dass hierzulande ca. 4 Millionen Menschen alkoholabhängig sind. Hoher oder regelmäßiger Alkoholkonsum vergiftet den Stoffwechsel, raubt lebenswichtige Spurenelemente und Vitamine – insbesondere Zink und Nikotinamid fehlen. Er zerstört die Leber und die Bauchspeicheldrüse, das Gehirn und schließlich die Persönlichkeit. Das Problem ist, dass die Gewöhnung und damit die schrittweise Abhängigkeit schleichend entsteht. Dadurch vergeht wertvolle Zeit, in der die Gesundheit wieder stabilisiert werden könnte. Alkohol trägt wesentlich zur Übersäuerung bei.

Auch der Missbrauch von Medikamenten gehört zu den sehr verbreiteten gesundheitsschädigenden Handlungen; hierzu gehören insbesondere Schmerz-, aber auch Abführ-mittel. Schmerzmittel bewirken keine Heilung, sondern betäuben den Schmerz. Das Leben soll keine Schmerzen mit sich bringen, und wenn es das doch tut, muss der Schmerz schnell zum Verschwinden gebracht werden. Wir wollen an dieser Stelle nichts gegen eine sinnvolle Schmerztherapie – gerade bei Schwerkranken – sagen; denn diese wird teilweise sogar vernachlässigt.
Wir wollen Sie nur darauf aufmerksam machen, dass ein Schmerzmittel ungefähr so wirkt, als wenn Sie bei Ihrem Auto die Kontrollleuchte für das Öl herausschrauben. Die Warnleuchte für das Öl ist aber kein Störfaktor, sondern gibt Ihnen den Hinweis, dass der Motor Öl braucht. Wenn er dieses Öl nicht bekommt, entsteht ein Motorschaden. Die bewusstseinsdämpfende Wirkung von Schmerzmitteln lässt uns nicht mehr wahrnehmen, was wir zur Heilung brauchen.