Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V.



Entsäuerung

Häufig verwendet wird in Basenmitteln Natriumbikarbonat (Natron). Dieses reagiert mit der Salzsäure des Magens zu Kochsalz. Kochsalz erhöht den Blutdruck und das Magenkrebsrisiko. Durch Natriumbikarbonat wird zunächst die Magensäure neutralisiert, danach erhöht der Magen aber wieder reaktiv die Säureproduktion, so dass Phasen zu niedrigen Magensäuregehalts von Phasen zu hohen Magensäuregehalts gefolgt werden. Dies schädigt die Magenschleimhaut. Besonders bei Menschen mit zu niedrigem Magensäuregehalt können außerdem gefährliche Bakterien die Säurebarriere des Magens überwinden und sich im Magen-Darm-Trakt ansiedeln. Leider enthalten alle herkömmlichen Mineralienmischungen zur Entsäuerung vorwiegend billiges Natriumbikarbonat, das zu alledem auch unangenehm schmeckt.
Einige Basenpulver enthalten als Hauptbestandteil den billigen Hilfsstoff Milchzucker (Laktose). Dieser wird von Menschen mit dem häufig vorkommenden Laktasemangel schlecht vertragen und kann zu Gärungsprozessen führen, die den Darm schädigen und Säuren erzeugen.

Citrat, das basische Salz der Zitronensäure, ist das wirkungsvollste Entsäuerungsmittel, das vor allem die Nieren zum Abpuffern von Säuren verwenden. Citrat bindet dreimal so viel Säuren wie Natrium-bikarbonat. Es löst Nierensteine auf und schützt vor deren Bildung.
Durch die Zufuhr von Citraten wird nicht nur der gesamte Stoffwechsel, sondern vor allem auch die Niere entsäuert. Die Nieren sind dafür verantwortlich, die große tägliche Last an überschüssigen, aggressiven Säuren aus dem Körper zu schaffen.
Weil die meisten Menschen zu wenig reines Wasser trinken und übersäuert sind, leiden die Nieren: Die Nieren-Zellen werden durch die Azidose geschädigt und die feinen Nierenkanälchen werden von Nierenkristallen verstopft. Übersäuerung führt zu Citratmangel in den Tubuli-Zellen der Niere, der Citratmangel ermöglicht die Bildung von Nierenkristallen und -steinen. Die Säuren können nicht mehr ausreichend über die Niere ausgeschieden werden, sie sammeln sich im Körper an und schaffen das Milieu für die Entstehung chronischer Krankheiten – ein Teufelskreis, der mit den Lebensjahren immer enger wird. Kann die Niere nicht mehr ausreichend Säuren entsorgen, werden diese über die Haut (Ekzeme, Akne, Neurodermitis, Pilzbefall) entsorgt oder im Bindegewebe als Schlacken abgelagert. Verschlackungs-, sprich Vergiftungsprozesse, sowie Alterung und Alterskrankheiten beginnen.
Citrate eignen sich daher ideal, die Niere in ihrer Arbeit zu entlasten und den Teufelskreis der Azidose zu durchbrechen. Bikarbonate aus Kaliumbicarbonat, Magnesiumcarbonat oder Calciumcarbonat sind wichtige Puffer-Mineralien, besonders für die Aufrechterhaltung des Blut-pH-Wertes. Eine Überdosierung sollte allerdings vermieden werden. Empfehlenswert ist eine Mischung von Citraten (als Haupt-
bestandteil) und einer kleinen Menge Bikarbonaten. Für die Entsäuerung der Nieren und die Auflösung von Säurekristallen sind nur Citrate geeignet.

Kalium, Magnesium und Calcium sind besonders wichtig!
Besonders wirksam gegen Übersäuerung und Zivilisationsstress sind auch Kalium, Magnesium und Calcium. Kalium, das in Industriekost zu wenig enthalten ist, entsäuert die Zellen, reguliert den Blut-pH-Wert und verhindert Herz-rhythmusstörungen. Bei Kaliummangel kommt es zu einer gefährlichen intrazellulären Übersäuerung. 98 % des Kaliums befindet sich im Inneren der Zelle. Viele Enzymsysteme der Zelle hängen von einer ausreichenden Kaliumpräsenz ab. Durch den Missbrauch von Abführmitteln kann es zu einem akuten Kalium-Mangel kommen.
Das Magnesium, bei vielen Menschen ein Mangelmineral (reduzierter Gehalt in den Pflanzen), beugt Nierensteinen und Herzinfarkten vor, wirkt stresslindernd. Calcium ist essentiell für den Knochenaufbau. Bei Übersäuerung wird es zur Neutralisierung der Säuren (Pufferung) den Knochen entnommen. Daher leiden übersäuerte Menschen viel häufiger an Osteoporose.

Auch Zink ist ein essentielles Spurenelement für den Säure-Basenhaushalt
Es ist Bestandteil der Carbonanhydrase, einem Enzym, das für die Ausscheidung des im Stoffwechsel entstandenen Kohlendioxids zuständig ist. Bei Zinkmangel kann Kohlendioxid nicht mehr in Hydrogencarbonat verwandelt und so wasserlöslich gemacht werden, um über die Atmung ausgeschieden werden zu können.

Die richtige Dosierung einer Basen-Mischung, die reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Citraten ist:
Bei starker Übersäuerung (immer saure Urin-pH-Werte) dreimal täglich 5 Gramm. Anfangs werden deutlich höhere Dosen benötigt, da Kalium Säuren auch verstärkt aus den Zellen freisetzt. Nach ca. 1 Monat kann auf 3 - 10 Gramm am Tag reduziert werden. Die richtige Dosierung ist erreicht, wenn der Morgenurin um den pH-Wert 6,5 - 7 liegt. Man kann auch die ganze Tagesmenge in 1-2 Liter Wasser auflösen und über den Tag verteilt trinken. Abends sollte immer eine höhere Dosis eingenommen werden, da nachts die meisten Säuren freigesetzt werden. Achten Sie auch darauf, mindestens 2-3 Liter Wasser zu trinken.
Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz und Nierenversagen sollten keine Basen-Mischungen eingenommen werden, da sonst die Nieren überlastet werden.